Radhaus - Archiv: Radhausgeschichte 1
Die Geschichte des Radhauses Steinmeyer
Wie
alles anfing: ein Text aus dem Jahre 2001 zum 10-jährigen Geburtstag.
Es
war wahrlich ein abenteuerliches Unterfangen das Radhaus vor zehn Jahren in einer
abgelegenen Straße in der Naumburger Innenstadt zu gründen. Ein Jahr nach der Wende gab
es im Rosengarten kein einziges Haus, das belebt war.
Zuvor hatte Ralph Steinmeyer mit Freunden im Berliner Prenzelberg
den Fahrradladen "Störtebecker" gegründet, wo hauptsächlich Hollandräder verkauft wurden.
![]()
Zusammen
mit Carsten Goers, der voller Unter- nehmensdrang und einem guten Freund, der Spezialist im
Wändeversetzen war, nahmen wir uns zwei Monate lang das alte, runtergekommende
Speichergebäude zur Brust und das Ergebnis am Eröffnungsmorgen, dem 27. April 1991, war
überwältigend. Zwei Tage zuvor hatten wir noch die Fassade gestrichen, einen Tag zuvor
wurde das Gerüst abbgebaut und nun strahlte uns ein gemütliches Domizil an.
![]()
Eine
Band spielte vor dem Haus und schon früh am Morgen strömten hunderte Naumburger zur
Eröffnung, die alle nicht geglaubt hatten, daß wir unsereren Termin einhalten würden.
![]()
Schon
während der Renovierungsphase hatten wir den Naumburger Künstler Andreas Neumann-Nochten
kennen- gelernt. Mit ihm stellten wir im November des Jahres das Naumburger Plakat in
einer Ausstellung in einem kleinen leer-stehenden Laden in der Herrenstraße vor.
Witzigerweise ist unser neues Geschäft heute der Nachbarladen.
![]()
Niemand
konnte damals ahnen, daß dies der Anfang von unzähligen Kulturveranstaltungen sein würde:
Das Kulturcafe "Ideenschmiede", das Stadtmagazin "Der Naumburger", Künstlerbegegnungen,
Festivals, vor allem die "Naumburger Kneipenmeile" - all dies nahm seinen Anfang in dem
kleinen Speicherhaus im Rosengarten.
![]()
Ende
1992 verließ Carsten Goers das Radhaus, ging nach Berlin zurück, um dort als
Werbegrafiker zu arbeiten. Erwähnt sei, daß er 1995 mit seiner Frau zurückkam und heute
der Chef der Internet-Firma "Intraregio" ist. Auch Frank Bahn, der das erste Jahr im
Radhaus arbeitete, lebt heute in Jena und verdient sein Geld mit Werbegrafik und
Webdesign. Patrice Teyang wurde fortan der wichtigste Mann im Radhaus neben Ralph
Steinmeyer. Seit März 2000 lebt er in Berlin und im Moment mit einem Majordeal (sprich
Plattenvertag) in der Tasche sieht es so aus, als würde sich da noch eine Karriere als
Popstar anschließen.
![]()
Erwähnen
in der "Hall Of Fame" möchte ich noch Andreas Jordan, der ein Jahr lang die Werkstatt
leitete und heute Mitbesitzer des Hallenser Fahrradladens "Fahrradies" ist. Und Nico
Fengler natürlich, der zwei Jahre im Radhaus arbeitete und im Moment in einem großen
Berliner Fahrradladen die Werkstatt leitet.
![]()
Lebensstil
und -qualität sind wichtige Begriffe in unserem Fahrradschrauberleben. Es sind die schönen
Dinge des Lebens, die den Alltag zu etwas Besonderen machen. Dazu gehören für uns in
erster Linie Fahrräder, aber auch guter italienischer Espressokaffee wie auch
Ausstellungen und Konzerte. Und das Bindeglied zwischen all dem ist immer Kommunikation -
das Gespräch mit Menschen.
Zurück zur
Archivseite




