Radhaus - Archiv:
Tapetenwechsel
- Die Wende 1989 in Naumburg
Auch in Naumburg und nicht nur
in den großen Städten gab es vor 20 Jahren, wenn auch etwas später zwischen dem 4. November und
dem 19. Januar drei große Demonstrationen.
Wie so oft werden bewegende Momente nur spärlich dokumentiert,
vor allem, wenn man als Fotograf von den Demonstranten für einen Stasi Spitzel gehalten und
gleichzeitig vom Staatsschutz observiert wird.
Aber der Naumburger Hobby Fotograf Gunter Heineck ließ sich nicht davon abbringen und hat so spannende
und überraschende Dokumente aus der Zeit vor und nach dem November 1989 geschaffen - allesamt in
schwarz-weiß auf ORWO - Material belichtet. Spannend, da niemand in Naumburg in diesem Zeitabschnitt
derart umfassend - fast wild - das öffentliche Leben der Kleinstadt dokumentiert hat. Bei Parteikundgebungen,
Volksfesten, Begegnungen mit sowjetischen Soldaten und vor allem bei den Protestdemonstrationen im Herbst 89
war er mit seiner Kamera dabei.
Nun aber schnell zur virtuellen Ausstellung klicken
und eine Zeitreise in eine vergangene ostdeutsche Kleinstadt wagen - in schwarz-weiße Zeiten. Bitte beachten Sie, dass
die Werbeblöcke der Sponsoren auf den Ausstellungsseiten nur noch bei der GWG über einstimmen. Viel Spaß beim Betrachten!
Ausstellung: Tapetenwechsel-10 Jahre nach der Wende
"Würden Sie, wenn Ihr Nachbar seine Wohnung neu tapeziert, sich verpflichtet fühlen, Ihre Wohnung ebenfalls zu tapezieren?"
(Zitat Kurt Hager, 1988 in einem Interview mit dem Magazin "Der Spiegel", in dem er für eine Reform des Sozialismus keinen Nachholbedarf postulierte)
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