Naumburg/RS. Sonnig warmes Maiwetter und ein Meer von gelben Rapsfeldern erwartete die 34
Zeitreisenden am vergangenen Sonntag. Der Magical-PVG-Bus hatte die Radler
kurz vor Eckartsberga abgesetzt, über Auerstedt ging es nach Bad Sulza. Dort
wurde die Gruppe vom General Manager der Toskana World GmbH, Christian
Lohmann empfangen, der extra das Goethe Gartenhaus 2 für die Gruppe geöffnet
hatte, welches seit 2002 unterhalb der Toskana Therme steht.
Herr Lohmann hatte interessante Kulturgeschichten zu erzählen über die
Toskana des Ostens, die Zusammenarbeit mit Weimar, aber natürlich auch über
die neue Saunalandschaft in der Therme, die in einem neuen Erweiterungsbau
auf 3000 qm einlädt. Die Macher um den Liquidsound Erfinder Micky Rehmann
lassen sich immer wieder neue Attraktionen einfallen. So wird in diesem
Sommer der indianische Schamane Tom Bluewolf heilende Schwitzriten in Bad
Sulza zelebrieren.
Nach einer kurzen Stärkung ging es dann auf dem Ilmradwanderweg in Richtung
des echten Goethe Gartenhauses in Weimar. Der Ilmradwanderweg ist am
Wochenende weitaus weniger befahren als der Saaleradwanderweg bei Naumburg,
obwohl in einem wunderbaren baulichen Zustand. In Punkto Zertifizierung, das
heißt Qualitätsstandards, scheint man dort weiter zu sein, als hier an der
Unstrutmündung. Und während in Naumburg Stadt und Teile des gastronomischen
Angebots im Blütengrund im Klinsch liegen, wurde den Zeitreisenden an der
historischen Mühle in Eberstedt vorgeführt, wie eine moderne und
ansprechende Gastronomie aussieht. Und in dem schwimmenden Hüttendorf kann
man gleich auf originelle Weise Urlaub verbringen.
Wer die Region um Apolda nur aus der Sicht des Autofahrers kennt, kann
nicht erahnen, welch idyllische Auenlandschaften sich an der Ilm
anschließen, und je näher man Weimar kommt, desto parkähnlicher werden
diese. Der Mittagstisch wurde im Biergarten "Zur Alten Gendarmerie" in
Oberroßla auf thüringische Art bei Braten und Klößen eingenommen, bevor die
Zeitreise weiter zum Grab Christoph Martin Wielands in Oßmannstedt ging.
Im Tiefurter Schlosspark, nur noch 5 Kilometer vor dem Weimarer Goethepark
wurde die Gruppe von zwei Fremdenführern des dortigen Tourismusamtes
erwartet. Natürlich auf Fahrrädern und so ging es zu einer Führung in die
Hochburg der Klassiker, aber auch unter Berücksichtigung des 90 jährigen
Bauhaus Jubiläums. So endete diese Führung auch an der Bauhaus Villa "Haus
am Horn", oberhalb des Ilmparks gelegen. Die erinnerte die Veranstalter der
Zeitreisen, Matthias Keilholz und Ralph Steinmeyer von der burgenlandrad.de
doch stark an die Plattenbausiedlungen ihrer Kindheit. Spontan kehrte die
Gruppe im Cafe des Bienenmuseums ein, dort im Gründerstilambiente mit
kleinem Ilmstrand idyllisch gelegen, stimmte wieder alles mit den Eindrücken
in der vergangenen acht Stunden der Radtour überein.